Messerückblick 2026

Nun ist die Leipziger Buchmesse eine Woche her. Schlaf wurde nachgeholt, Bücher gelesen und in Erinnerungen geschwelgt.
Zeit für einen kleinen Rückblick.

Der erste Messetag ist pure Überwältigung. Ich komme aus Nordfriesland, wo zwanzig Menschen an einem Ort schon Stress verursachen. Doch dann reise ich zu einem Event mit durchschnittlich 79.000 Besuchenden. Erst am Nachmittag schaffte ich es, mich zu akklimatisieren und den nötigen Pegel an Glückshormonen zu erreichen, um diese Menschenmassen zu ertragen. Ab da an war ich voll im Messerausch.

Selbstverständlich kaufte ich auch Bücher. Wobei ich mich dieses Jahr sehr zurückhalten musste. Auch dieses Jahr durfte eine Graphic Novel nicht fehlen – mit „Avatar – Herr der Elemente“ für die Kids und natürlich auch für mich. Pins und Magneten ebenfalls. Ein signiertes Exemplar von „Im Schatten Simyalas“ von @lenafalkenhagen und @tomfinnautor für die nostalgische Reise nach Aventurien. Bei dem überaus netten und super sympathischen Verlag @alea_libris habe ich mir „Die Drachenjäger von Raptor Creek“ der Autorin @fries_and_fiction . Von @crgorr_creative holte ich mir die Space-Komödie „Doug Warris“, eine Hommage an einen erst kürzlich verstorbenen Actionhelden. Zufall? Beim Stand der Tintenloge durfte ich mir das Geek Book von @marycronoswelt abholen und anschließend viele Leute aus meiner Schreib-Bubble in dieses Freundebuch eintragen lassen.

Und genau das ist mit das Schönste an der Messe: die tollen Menschen, die ich leider viel zu selten treffe. Doch dieses Jahr war mein Zeitmanagement mein Endgegner. Am Ende waren es zu viele Leute, mit denen ich mich gerne unterhalten wollte, und zu viele Veranstaltungen, die ebenfalls mein Interesse beansprucht haben. Ständig im Zweifel, ständig ein Abwägen und ständig ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich doch für das andere entschieden habe. Ein Teufelskreis, den ich hoffentlich nächstes Jahr durchbreche.

In den vier Messetagen wechselten sich Vorträge, Podiumsdiskussionen, Workshops, Lesungen und andere Events damit ab, mir neue Eindrücke entgegenzuwerfen. Jedes Medium verschaffte mir neue Blickwinkel auf das Alltägliche. Doch besonders beeindruckte mich die Podiumsdiskussion zur Verantwortung von Unterhaltung in der Demokratie: „Alles nur Spaß? Politik & Popkultur“ mit @Miriam Davoudvandi, @Parshad Esmaeli & @Sebastian 23.

Selten konnte ich so viel Hoffnung für die Zukunft aus einem Panel auf der Messe ziehen wie hier – gerade jetzt, wo ich immer mehr den Mut in Bezug auf unsere Gesellschaft verliere.

Dies war nun der erste Teil meines Rückblicks.
Was alles am Messesamstag passiert ist und was bei der Leipziger Autor*innenrunde für mich so interessant war, seht ihr im zweiten Teil.

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